Der Stallbau für den Schweinemastbetrieb von Diana Marklewitz läuft. Jetzt gilt es, die Vorzüge ihres Fleischs zu kommunizieren, um Abnehmer für die Tierwohlware zu finden. Das Stichwort ist: richtiges Netzwerken. Martin Dess, Chef der Kommunikationsagentur „Die Jäger von Röckersbühl“ und gelernter Landwirt, berät die Jungunternehmerin.

Martin Dess warnt davor, in übertriebenen Aktionismus zu verfallen. Die potenziellen Kunden werden fragen, was ihre Produkte auszeichnet und warum der höhere Preis gerechtfertigt ist. Auf diese Fragen sollte sich Diana Marklewitz im Vorfeld bestmöglich und vor allem in Ruhe vorbereiten. Im gleichen Zug wird eine Auswahl getroffen, welche Abnehmer überhaupt in Frage kommen.

Eine attraktive Absatzmöglichkeit stellen zum Beispiel Kantinen dar, denn hier winkt ein lukratives Geschäft: Die Betreiber bezahlen mehr für die Ware als Supermarktbetreiber, weil Kantinen zunehmend qualitätsorientiert einkaufen. Der Aufwand für die Landwirte ist aber wesentlich geringer, als bei der Vermarktung an Gastronomen.

Sobald die passenden Geschäftspartner ausgewählt sind, müssen Kontakte hergestellt werden. Hier rät Martin Dess zu persönlichen Terminen, Anrufen oder Messebesuchen – am besten mit einem Handbuch, das die wichtigsten Informationen zum Konzept enthält und den Ansprechpartner emotional abholt.

Aber: Ein Patentrezept gibt es nicht. Wie Kommunikationsprofi Dess erklärt, sind auch kreative Spontanideen zielführend. Wichtig ist vor allem, dass man sieht, dass die Familie Marklewitz ihr Konzept mit Leidenschaft und Begeisterung vertritt.
Wenn die ersten Kontakte geknüpft sind, heißt es hartnäckig bleiben und Zusagen einhalten.

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Frostige Zeiten: Die Betonarbeiten am neuen Maststall ruhen.

In diesen kalten Tag standen die Bauaktivitäten beinahe still. Sehen Sie selbst. Hier geht es zu Bildergalerie.